Deutsche Glasfaser - der Rohrkrepierer

der Fall glasfaser - große sprüche leere versprechungen und dann?

Nicht der bessere, der schnellere gewinnt. ( Alte Marketingweisheit )

Ein Kommentar von Walter Holtfoth 

 

Text und Bilder  Walter Holtfoth 

 

Was war das für ein Trubel! Noch vor einem Jahr kamen mit großem Aufwand die guten Nachrichten aus der Zukunft - ein Paradebeispiel von maßloser Selbstüberschätzung eines vermeintlichen Großunternehmens. 

 

Keine guten Nachrichten aus der Zukunft 

 

Die Deutsche Glasfaser findet keinen Generalunternehmer der die von ihr gemachten Versprechungen termingerecht ausführen kann. 

 

Toll - spätestens nach der katastrophalen Umsetzung in Neuried hätten überall in den verantwortlichen Rathauszimmern die Alarmglocken läuten müssen. Noch vor einigen Tagen versicherte Bürgermeister Erik Weide, dass es extra eine Stabstelle geben werde, der die Baumaßnahmen überwachen wird. 

 

Überhaupt, die Rolle der Verwaltung wird mit Blick auf die jetzige Reißleine nicht wirklich glücklicher. 

 

Wie hat man sich doch ins Zeug gelegt zu Beginn der Kampagne und von den Zusagen blenden lassen. Viele Schreiben kursierten in der Großgemeinde, allesamt mit dem offiziellen Briefkopf der Gemeinde, die das einmalige Angebot gebührend gepriesen haben. 

 

Und man hat doch nur Ideell unterstützen wollen!

 

Der Gipfel des Ganzen der Hinweis, dass die Deutsche Glasfaser den Vereinen je Abschluss eines Mitgliedes eine Provision in die Vereinskassen versprach. Die Werbekampagne für diesen Marketing Gag ganz offiziell gestützt aus der Verwaltung per Post an die Vorsitzenden der Friesenheimer Vereine. 

 

Und nun ? großes Rätselraten. Viele Friesenheimer haben sich gefreut auf Gigaschnelles Internet, den Anschluss and die Zukunft. Unzählige Schilder in den Vorgärtern "wir sind dabei" zeugen von der Aufbruchstimmung und vom Druck auf all jene, die eher zögerlich an die Geschichte ran gingen. 

 

Jetzt sind also alle gemachten Verträge nichtig, heißt es in einer Pressemitteilung. Gegenüber der Badischen Zeitung wollte sich Bürgermeister Erik Weide nicht äußern - man wolle in den nächsten Tagen ordentlich klären. wie es weitergehen soll, ist bei meinen Kollegen zu lesen. 

 

Der Anschluss an die Zukunft - vorerst ein Rohrkrepierer vom Feinsten. 

 

Immerhin bleiben wir in Friesenheim von beschämenden Projekten wie in Ichenheim, Dundenheim, Altenheim und Schutterzell verschont. Bleiben wir gespannt und zuversichtlich auf das es gelingt, jemanden zum Sprung in die Lücke zu finden.

 

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